SCURDIA - Markus Schirmer & friends:
United live
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Brücken. Wer am Dienstag nicht dabei war, kann sich a) in den Hintern beißen oder b) die CD „United live“ zulegen. Scurdia zeigt auch hier seine absolute Mesiterschaft im musikalischen Brückenbau. Das von Markus Schhirmers dritter Hand Roland Krainz produzierte Album, gepuzzelt aus Live-Mitschnitten früherer Konzerte im Orpheum und im Opernhaus Graz, besticht durch Frische und auch durch tontechnische Qualität. 5/5 Sterne
TSC, Kleine Zeitung, 18.06.2009 |
Der andere Schirmer Nicht Haydn, nicht Schubert und auch nicht Mozart – es gibt neben dem „Klassiker“ noch einen anderen Markus Schirmer. Jenen, der mit Vorliebe musikalische Grenzen überschreitet, auf Ethno-Spuren wandelt und Interkulturelles auslotet. „Scurdia“ heißt das Crossover-Projekt des Pianisten, dem Zuhören viel Freude macht. „United“ ist der Titel der neuen Live-CD des munteren Kollektivs. Nach der Beethoven-Aufnahme ist dies die bereits zweite Produktion des umtriebigen Grazer Musikers in diesem Jahr. Künstlerische Vielseitigkeit ist die Maxime von Schirmer.
Wesentliche Protagonisten des Ensembles sind Markus Schirmer und der Kurde Risgar Koshnaw. Die beiden verstehen es, nicht nur das Publikum, sondern auch die eigene Truppe zu begeistern. Gitarrist Andrej Ivchenko kommt aus der Ukraine, Vokalistin Natasa Mirkovic-De Ro aus Bosnien, Jon Sass – der Mann mit den tiefen Tuba-Tönen – aus den USA und Sänger Dieter Zand sowie Akkordeonist und Saxofonist Franz Kreimer aus Österreich. Bei aller kulturellen Unterschiedlichkeit: Das Team funktioniert – vielleicht gerade wegen der Vielfältigkeit. Diese interkulturelle Idee macht das Projekt „Scurdia“ aus. Denn stillistisch und geografisch kennt die Band keine Grenzen. Ihre Protagonisten sind – und dieser Songtitel aus der CD ist programmatisch – „World Traveller“, Weltreisende in Sachen Musik. Das alles verläuft mit viel Humor und Witz, ist aber gänzlich unpeinlich und unkitschig. Es ist musikalische Unterhaltung auf höchstem Niveau. In den typischen „Scurdia“-Sound werden türkische Klänge ebenso integriert wie italienische, kurdische oder argentinische. Zwischendurch blitzt Chopin auf, Mozart und Paganini dürfen auch nicht fehlen.
Das Livealbum – aufgenommen in der Grazer Oper und im Orpheum – ist ebenso kurzweilig wie ein Konzert selbst. Es ist mehr als bloß das Souvenir eines Auftritts. Und es hat auch nichts mit billigen Crossover-Projekten gemein. Es ist das eigenständige Produkt von Künstlern einer Generation, die ohne jegliche Berührungsängste den weltumspannenden Gedanken in die Tat umsetzt.
Hör-Tipp: Scurdia - Markus Schirmer & Friends, United (Lotus Records)
Heinz M. Fischer, Frontal |
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Musiker aus aller Welt haben der Grazer Pianist Markus Schirmer und der kurdische Oud-Spieler Risgar Koshnaw für ihr Weltmusik-Projekt "Scurdia" versammelt, die Ergebnisse nun unter dem Titel "United Live" veröffentlicht. Allerhand Weltfolklore findet unter der Schirmherrschaft klassischer Virtuosität und ,jazziger" Improvisationslust zur angeregten Synthese. Balkan-Ballade, Zwiefacher, Tango: Sie alle sind detailreich und liebevoll arrangiert, tragen bei zur glaubwürdigen, mitunter leutselig in Hall getränkten Mélange. Die Ideen jedenfalls sind abendfüllend, die Umsetzung virtuos. Und der Silberling ist ein Beweis dafür, dass es nur eine Weltsprache gibt: Musik.
(Lotus Records)
Kronen Zeitung, CD Aktuell, 18.9.2009 |
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CD des Monats / International
SCURDIA: Markus Schirmer & Friends "United Live". Lotus Records 2009
Wenn der Grazer Pianist Schirmer seine Freunde aus Kurdistan, Venezuela, D-land, Armenien, USA, Bosnien, Österreich und der Ukraine versammelt, gibt's gleichermaßen den idealen Soundtrack für den verregneten Nachmittag am westöstlichen Diwan wie für den schwungvollen Abend am Tanzboden. Im besten Sinne des Wortes "Weltmusik", zwischen fast allen Genres und Kulturen angesiedelt, gespielt mit traditionellen Instrumenten wie Oud und Balalaika. Anspieltipps: der rasende "Kurdish Cowboy" mit Risgar Koshnaw und die Hommage "Astor a la Turque" für Astor Piazolla. Aber Vorsicht beim ersten Stück: Wer bei "The Abduction" am Beginn kaum etwas hört und die Anlage oder den Auto-CD-Player auf vollen Anschlag dreht, riskiert ein ordentliches Donnerwetter.
haubentaucher.at, 09/2009 |
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