Instrument

Erst 1978 hat sich eine Expertengruppe aus Physikern, Holztechnikern und Konstrukteuren zum Ziel gesetzt, „ein großes Klavier mit einem unverwechselbaren Klang zu schaffen, ohne dabei ein anderes Instrument zu kopieren“, wie es von Seiten des im friaulischen Sacile angesiedelten Fazioli-Werkes heißt. Das sollte der Ahnvater des von Schirmer in Konzerten oft gespielten Fazioli F-278 werden.

Das 1981 auf der Frankfurter Musikmesse vorgestellte Instrument ließ dort mit einem dunklen, klaren, voluminösen und lang anhaltenden Ton aufhorchen. Zum Teil aus dem Holz der Rotfichten des Vale di Fiemme gefertigt – Stradivari bevorzugte dieses Material für seine Geigen – ist es ob seiner dynamischen Bandbreite etwa mit dem Hammerflügel vergleichbar, mit dem Joseph Haydn am liebsten spielte. „Endlich wieder ein Leise-laut-Instrument: ganz so wie die empfindsamen Vorfahren unseres sogenannten Pianofortes aus der weiland Sturm- und Drang-Zeit“, ließ da etwa Eleonore Büning in „Die Zeit“ ihrer Begeisterung freien Lauf.

Markus Schirmer spielt privat auf einem Fazioli-Flügel F-228 aus dem Klavierhaus Streif Graz.

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